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Aktuelles


18.08.2018 Konflikte zwischen Erben, Geschäftsführern oder Geschäftspartnern klären
1. Konflikte 
Von einem Konflikt spricht man, wenn Interessen, Zielsetzungen oder Wertvorstellungen von Personen, gesellschaftlichen Gruppen, Organisationen oder Paarren miteinander unvereinbar sind.
Konflikte gehören heute zum Alltag und können – wenn sie konstruktiv ausgetragen werden – zu einer positiven Weiterentwicklung beitragen.
Wenn Konflikte dagegen eskalieren, können erhebliche gesundheitliche oder materielle Schäden entstehen.

Bei Ehepaaren kommt es im Trennungskampf hin- und wieder zum sogenannten Rosenkrieg, aber auch unter Brüdern oder Geschäftspartnern kann Streit so eskalieren, dass lieber Vermögenswerte zerschlagen werden, als dem anderen Teil "zuviel" zu belassen.

Ich, der Verfasser dieses Textes, bin Rechtsanwalt und habe in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl von Konflikten erlebt.
Viele wurden streitig ausgetragen und zogen sich teilweise viele Jahre hin.
Auf Grund der teilweise dramatischen Folgen habe ich mich intensiv mit den Ursachen von Konflikten beschäftigt und nach alternativen Streitbeilegungsmethoden gesucht.

Daher habe ich dann eine universitäre Ausbildung zum Mediator gemacht und als Mediator gearbeitet.

Es gibt sie und sie hilft: die Mediation.
Eine Art Moderation durch einen neutralen Dritten.
Dieser unterstützt die Parteien eine Lösung zu finden:
ob im Paarkonflikt, bei dem die geschaffenen Vermögenswerte nicht zerschlagen werden sollen oder bei Erbschaftskonflikten, bei denen es endlich weiter gehen soll oder
bei Konflikten unter Unternehmern, die sich durch Ihre Schachzüge nur noch blockieren.

Zwei grundsätzliche Methoden wende ich an:

1. Methode:  Ergebnisfokussierte Klärung.
Blick in die Zukunft.
Die Vergangenheit interessiert nicht.
Wie geht es ab heute weiter?
Was kann dazu jeder beitragen?

2. Methode: Klassische Mediation.
Blick in der Vergangenheit: Was war die Ursache des Konflikts?
Kann man dies klären?
Erst dann wird in die Zukunft geblickt uind eine Lösung des Konflkts versucht.

Die erste Methode geht natürlich viel schneller.
In zwei bis drei Sitzungen versucht man, mit Hilfe von mir, eine Klärung herbeizuführen.
Diese Methode heißt: ergebnisfokussierte Klärung, weil nur das Ergebnis zähllt.
Diese Methode eignet sich auch, um Teams oder Gemeinschaften in kurzer Zeit wieder arbeitsfähig zu machen.

Die zweite Methode geht in die Tiefe- wenn die Parteien dies wollen oder wenn es aus irgendwelchen Gründen erforderlich ist.
Was genau ist wann  in der Vergangenheit passiert, was einer jetzigen Konfliktklärung im Wege stehen kann?
Interessanterweise hat sich im Ehescheidungsrecht ja schon vor vielen Jahren das Zerrüttungsprinzip durchgesetzt. Das Scheidungsgericht interessiert daher nicht. wann, wer, wen zuerst betrogen hat, sondern nur ob die Ehe zerrüttet ist.
Das ist bei der ergebnisfokussierten Klärung auch so. Die "Taten" in der Vergangenheit werden nicht aufgerarbeitet. Es geht darum ab heute wieder zusammenzuarbeiten oder wichtige Handlungen gemeinsam vorzunehmen.


Oft lässt sich gar nicht mehr feststellen. was, wer gemacht hat.
Aus meiner Sicht ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit in zahlreichen Fällen nicht mehr möglich, oder mit erheblichem Aufwand verbunden.

 Man muss also nicht die Vergangenzheit aufarbeiten oder alten Wunden wieder aufreißen.

Die Aufarbeitung von Konfliktursachen andererseits kann sehr hilfreich sein, wenn man es an einzelnen Vorgängen ausmachen kann und wenn man dauerhaft wieder zusammen arbeiten oder leben muss.

Kann hilfreich sein- muss es aber nicht.

Beide Methoden haben also Vor- und Nachteile.
Ich setze beide ein und habe mit beiden sehr gute Ergebnisse - also Klärungen .  erzielt.

Kann eiin spezialisierter Wirtschaftmediator auch Erbschaftsstreitiigkeiten oder Paarkonflikte klären?

Natürlich, weil die Technik immer die gleiche ist.

Und viele Konflikte unter Erben haben eine große wirtschaftliche Tragweite.
Man sucht wirtschaftliche sinnvolle Lösungen.
Wirtschaftlicher Sachverstand des Mediators ist dabei hilfreich.

2. Eskalation stoppen
Sobald eine Seite glaubt, von der anderen nicht ernst genommen, in ihrer Würde und Integrität verletzt oder gar vorsätzlich angelogen oder missbraucht zu werden, reagiert sie mit Wut und Empörung.
Sie betrachtet den Fehdehandschuh als geworfen und geht zum – wie sie glaubt – berechtigten Gegenangriff über.
Und exakt das Gleiche geschieht auf der Gegenseite.
Die Kommunikation mit dem Partner wird abgebrochen.
Man versucht, den Gegner zu isolieren und ihm Schaden zuzufügen.
Es wird im Umfeld nach Verbündeten gesucht.
Der Konflikt gerät in die heiße Phase. Es kommt zu einer Eskalation.

Diese muss gestoppt werden. Ich kann als Mediator dabei Hilfestellung leisten.
 
3. Konfliktbewältigung
3.1. Ziele
Für alle Beteiligten soll es eine befriedigende und tragfähige Lösung geben.
Mit der angestrebten Problemoptimierung werden nach Möglichkeit zukunftsorientierte wie auch auf Dauer angelegte Ergebnisse in Form von abschließenden, gegebenenfalls schriftlichen Vereinbarungen erzielt.

3.2. Meine Rolle als Mediator
Der Mediator ist ein  „neutraler Dritter“.
Ich bin weder Psychotherapeut, noch Schiedsrichter, sondern Leiter und Moderator der Verhandlung.
Ich versuche durch meine Persönlichkeit ein Klima des Vertrauens zu schaffen, sodass die Kommunikation zwischen den Streitparteien auf eine neue Basis gestellt und damit wieder in Gang kommen kann.
Ich ermutige die Parteien auch ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und bin gleichzeitig bestrebt, ihnen Sicherheit vor der Verletzung ihrer Gefühle zu vermitteln.
Ich sorge für einen Machtausgleich im Verfahren.
Ferner unterstütze ich  die Parteien neue Sichtweisen ihres Konfliktes zu finden, ihre wahren Interessen zu ergründen und eröffne ihnen damit manchmal (oft) die Möglichkeit, Chancen zur Regelung ihres Konfliktes zu erkennen. Ferner kann ich auf Grund meiiner vielen 'Fälle darstellen, was passierren kann, wenn man sich jetzt nicht verständigt und einigt.

3.3. Eignung der Mediation  oder: Wann ist ein Konfliktfall mediationsgeeignet? 
  • Auf einen zukünftigen Kontakt oder eine Zusammenarbeit kann nicht verzichtet werden 
  • Komplexität, die von ordentlichen Gerichten nur schwer begriffen werden 
  • Konflikt ist stark emotionalisiert - eine schnelle Lösung ist erforderlich 
  • Größtmögliche Vertraulichkeit soll gewahrt bleiben
  • Die Kosten sollen kalkulierbar sein
3.4. Grundsätze der Mediation 
  • Freiwilligkeit: Es darf niemand zu dieser Form der Konfliktregelung gezwungen werden. 
  • Beide Parteien sind Auftraggeber des Mediators 
  • Vertraulichkeit: Mediation wird grundsätzlich nicht öffentlich durchgeführt. 
  • Offenheit: Erfolg in der Mediation tritt nur ein, wenn die Beteiligten alle Informationen offen darlegen. 
  • Fairness: Fairness im Umgang miteinander wird zu Beginn einer Mediation gemeinsam vereinbart. 
3.5. Sachgerechte Lösungen anstreben
  • 1.Regel:
    Trennung von Person und Sache
    Mensch und Problem werden getrennt.
    Nicht auf das Gegenüber einschießen, sondern auf das Ziel konzentrieren.
  • 2. Regel:
    Von der Position zu den Interessen.
    Der Mediator hilft von den im Konflikt eingenommenen Verhandlungspositionen- und Rechtspositionen abzurücken.
    Nicht Positionen, sondern Interessen stehen im Mittelpunkt.
    Zu erforschen sind die dahinter stehenden wirtschaftlichen und sonstigen Interessen. „Warum“ - und „Warum nicht“ Fragen machen die unterschiedlichen Interessen bewusst. 
  • 3.Regel:
    Optionen suchen zum gegenseitigen Nutzen
    Lösungsmöglichkeiten sammeln.
    Vor allem beim Suchen von Optionen, die im Idealfall beiden Seiten den größtmöglichen Nutzen bringen, ist auch Kreativität gefragt.
  • 4. Regel:
    Bewertung der Lösungsalternativen anhand objektiver Kriterien
    Neutrale Beurteilungskriterien verwenden.
    Das Ergebnis soll auf objektive Entscheidungsprinzipien aufbauen. 
3.6. Vorbereitungsphase
  • Fallzuweisung/Beauftragung 
  • Informationssammlung und Vorprüfung 
  • Kontaktaufnahme mit den Parteien 
  • Auftragsklärung 
  • Mediationsvereinbarung  abschließen
3.7. Vermittlungsphase – Mediationsgespräch 
  • Einführung
  • Die Parteien vereinbaren die Regeln, wie sie verhandeln möchten
  • Standpunkte/Problemdefinition 
  • Konflikterhellung und Interessensklärung 
  • Entwicklung von Lösungsoptionen/Verhandlungen 
  • Problemlösung/Vereinbarung 
3.8. Umsetzungsphase
  • Überprüfung der Vereinbarung durch Dritte
  • ggf. offizielle Anerkennung und Ratifikation (z.B. notarielle Beurkundung) 
  • Überprüfung der Einhaltung der Vereinbarung 
4. Dauer und Kosten eines Mediationsverfahrens 
Die Dauer einer Mediation richtet sich nach der Art und dem Umfang des Konflikts.
Manchmal ist ein Konflikt im Rahmen einer Kurzmediation innerhalb von wenigen Stunden geklärt. In den meisten Konflikten/Verfahren sind 2 bis 4 Sitzungen erforderlich.
Die Dauer einer Mediationssitzung beträgt dann in der Regel 1½ - 3 Stunden.

Wir vereinbaren in der Regel einen Stundensatz.
Die Höhe richtet sich nach dem Streitgegenstand und der Schwierigkeit.
Wenn der Streitgegenstand sehr hoch ist, ist der Stundensatz höher.
Im Durchschnitt beträgt der Stundensatz 200 Euro / netto.

Soweit keine andere schriftliche Vereinbarungen getroffen werden, wird das Honorar von den Parteien im Innenverhältnis zu gleichen Teilen getragen.
Mediation ist preiswert und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kostengünstiger als ein langer gerichtlicher Streit mit unsicherem Ausgang.

Wenn eine Firma oder ein Haus weit unter Wert verkauft werden müssen. können Schäden in Höhe von vielen Zehn- oder gar Hundertausend Euro entstehen.


Jetzt liegt es an Ihnen.
Wollen Sie die Konflikteskalation stoppen?
Wollen sie endlich eine Klärung Ihres Konfliktes?

Ich stehe Ihnen gerne als Mediator zur Verfügung.
 
 

Hermann Kulzer M.B.A.
Rechtsanwalt
Mediator (Dresden International University)

Glashütter Straße 101a
01277 Dresden
Tel. 0351/8110233
kulzer@pkl.com

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Verfasser: Hermann Kulzer M.B.A. Rechtsanwalt, Wirtschaftsmediator
 
 
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